Ich liebe Camping, und ein Camping-Urlaub in Frankreich macht mich richtig glücklich. Deshalb besuche ich im Netz vor einer Reise Webseiten französischer Campingplätze, die praktischerweise meistens mehrsprachig sind.

So auch eben gerade: Websuche starten, Auswahl sichten, Treffer: Dieser Platz sieht hübsch aus! Super Lage und Umgebung, Preise okay. Also schnell noch gecheckt, was man dort so alles machen kann: Klettern, Gleitschirmfliegen; nun gut, nicht so mein Ding. Dann weiter: „Der Baum klettert“; „Der Pfirsich“; „Schüsseln“. Wie jetzt??? Hast du in deiner Freizeit schon mal gepfirsicht? Oder geschüsselt? Oder gar einen Baum klettern sehen?

Jetzt reflexartig auf die französische Originalseite zu wechseln, erscheint mir zu simpel. Also ist Kombinieren angesagt. Vielleicht klettere ich auf den Baum? Handelt es sich etwa um eine Möglichkeit, auf (oder zwischen) Bäumen zu klettern, also z. B. um einen Waldseilgarten (= l’accrobranche)? Genau.
Umkehrprobe: „Pfirsich“ heißt auf Französisch la pêche, aber la pêche heißt auch „Angeln“, in Frankreich eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung. Nun noch „Schüsseln“ entschlüsseln. Nee, ich komme echt nicht drauf. Also doch auf die französischsprachige Seite: la pétanque! Das ist kurios, und ich habe auf die Schnelle keine sprachwissenschaftliche Erklärung dafür.

Fazit: Die Ergebnisse maschinell übersetzter Texte sind mit Vorsicht zu genießen. Google Übersetzer & Co. helfen Dir zwar schnell und kosten nichts, aber die Übersetzung sollte auf jeden Fall von einem echten Menschen überprüft werden.

Was den Campingplatz angeht: Ich werde trotzdem hinfahren. „Pfirsichen“ werde ich wohl nicht, aber dafür zur Entspannung ganz viel „Schüsseln“. Bei der Gelegenheit werde ich mir dann auch noch an der Route des Crêtes die „Stoppeln“ ansehen, die unter → Sehenswürdigkeiten angepriesen werden.

Foto: Karsten Madsen / Pixabay